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22. Oktober 2009

Best Practice – Gefahrstoff-Handling am Standort Monheim

Der Standort in Monheim am Rhein verfügt über eine Lagerfläche von insgesamt 6.000 m² und hat sich in den letzten Jahren aufgrund von steigender Kundennachfrage eine Expertise im Gefahrstoff-Handling aufgebaut. Heute werden Gefahrstoffe der Kategorien 2 (Gase), 3 (Entzündliche Stoffe), 6 (Gifte), 8 (Ätzende Stoffe) und 9 (verschiedene Stoffeigenschaften) gefahrstoffkonform auf 600 m² gelagert, verpackt und versendet.

„Gefahrstoffkonform bedeutet, dass arvato entsprechend der Gefahrstoffklassifikation Lagerkapazitäten zum Schutz der Umwelt und Mitarbeiter aufgebaut hat. Außerdem können die Gefahrstoffe  bei verschiedenen Temperaturbereichen gelagert werden, wobei eine ständige  systemseitige Überwachung sichergestellt ist.“ erklärt Klaus Klatt, Leiter der Abteilung Dangerous Goods Regulation (DGR) von arvato services healthcare.

Die zum Versand vorbereiteten Gefahrstoffe, werden während des Transports als Gefahrgut bezeichnet. Die Verpackung und Kennzeichnung unterscheiden sich dabei  nach Menge und Kombination der Gefahrgüter sowie nach der Art der für den Transport gewählten  Verkehrsträger (Straßen, Luft, Seetransport). „Das sichere Handling mit diesen Produkten kann nur gewährleistet werden, wenn wir uns ständig gemäß den sich verändernden gesetzlichen Vorschriften fortbilden. Daher haben wir ein spezielles Trainingsprogramm eingeführt, bei dem alle Mitarbeiter, die mit Gefahrstoffen umgehen  teilnehmen und eine Prüfung ablegen.“ stellt Klaus Klatt klar.
Zu dem Trainingsprogramm gehören Schulungen gemäß IATA (International Air Transport Organization), ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße), IMDG Code (International Maritime Dangerous Goods Code) und RID (Regelung zur internationalen Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr).

Für die Verpackung der Gefahrgüter finden nur UN-zertifizierte Verpackungsmaterialien Verwendung, sei es bei der Kartonage, dem Klebeband oder dem Füllmaterial. Die Gefahrgutsendung wird mit entsprechenden Warnhinweisen und vorgeschriebenen Informationen gekennzeichnet. Nach Überprüfung der vorschriftsmäßigen Verpackung und der Kennzeichnung durch einen der geschulten Mitarbeiter werden zum Abschluss die Begleitpapiere erstellt. Dies sind je nach Verkehrsträger die ADR-Papiere für den Straßentransport, die Shippers Declaration for Dangerous Goods für die Luftfracht oder die IMO-Erklärung und ggf. das Container-Packzertifikat für den Transport auf dem Seeweg.

„Unsere durchdachten Prozesse im Gefahrstoff-Handling entsprechen zu jeder Zeit den hohen und teilweise dynamischen gesetzlichen Anforderungen, sowie denen unserer Kunden. So können wir unsere Kunden von den ständigen Veränderungen entlasten, so dass diese sich voll auf Ihre Kernkompetenzen fokussieren können. “ sagt André Sieberling, Standortleiter in Monheim am Rhein von arvato services healthcare.

Und das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich die Zahl der Gefahrgutsendungen in Monheim auf 15.000 Sendungen pro Jahr mehr als verdreifacht. Aufgrund dieser Entwicklungen wurde das Gefahrstofflager erweitert und bietet Neukunden genügend Ressourcen für eine sichere und vorschriftsmäßige Lagerung, Verpackung und den entsprechenden Versand von Gefahrgütern.


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