Die Logistiklösung der Direct-2-Pharmacy-Belieferung, also direkt an Apotheken zu liefern (Apothekendirektvertrieb), macht für Unternehmen der Pharmaindustrie aus verschiedenen Gründen Sinn. Ein Grund dafür sind Produktfälschungen, die zunehmend professioneller getarnt sind und in die wenig transparente Handelskette eingeschleust werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Medikamente teilweise durch bis zu 30 verschiedene Hände gehen, ehe sie den Patienten erreichen.* Dementsprechend kann auch die Qualität von pharmazeutischen Originalprodukten aufgrund der begrenzten Kontrollierbarkeit der verwobenen logistischen Kette kaum lückenlos sichergestellt werden.
Der direkte Vertrieb bietet Apothekern, letztlich aber auch den Patienten die Sicherheit, Produkte mit zuverlässiger Qualität über einen festgelegten, vollständig qualifizierten und dokumentierten Vertriebskanal direkt vom Hersteller zu beziehen.
Ferner hat die Arzneimitteldirektdistribution eine direkte kommerzielle Auswirkung für den Hersteller, da er die Apothekenversorgung nun selbst organisiert und die Kosten trägt, d.h. zum Apothekeneinkaufspreis verkaufen kann und bis zum Verkauf an die Apotheke Eigentümer der Ware bleibt.
Auf Grund der direkten Geschäftsbeziehung haben Pharmahersteller zudem die Möglichkeit, das Produkt beim Apotheker gezielter und besser zu positionieren.
Die Ansatzpunkte umfassen im Wesentlichen Incentivierungen im Rahmen der Arzneimittelpreisverordnung und sonstiger relevanter Gesetze. Die Verfügbarkeit produktspezifischer und apothekengenauer Abverkaufsdaten ermöglicht eine exakte Kundensegmentierung, Maßnahmenallokation und -bewertung.
* Quelle: Chemie.de, Arzneimittelfälschungen zwingen Pharmahersteller zum Handeln, Booz Allen Hamilton-Untersuchung belegt starken Anstieg von Arzneimittelfälschungen, 28.09.2006

Sie möchten beruflich und persönlich weiterkommen? Wir bieten Ihnen die Chance dazu. Sind Sie neugierig geworden? Dann schauen Sie doch mal in unsere Stellenbörse.
Integrierte Lösungen für anspruchsvolle Diagnostik-Produkte – arvato services healthcare hat die weltweite Logistik neuartiger Krebsdiagnostik-Produkte der Berliner Epigenomics AG übernommen. Für das Molekulardiagnostik-Unternehmen wickelt der international agierende Outsourcing- und Logistikdienstleister vom Standort Monheim aus die Verteilung anspruchsvoller medizinischer Produkte ab. Empfänger sind sowohl Labore als auch wissenschaftliche Einrichtungen. Das Aufgabenspektrum umfasst neben der Kühllogistik die Konfektionierung, den In- und Outbound-Transport sowie lagerlogistische Dienstleistungen.

Krankenhäuser sind die wesentliche Stütze der stationären, verstärkt aber auch der ambulanten Versorgung von Patienten. Daher verwundert es nicht, dass dieser kostenintensive Bereich der Gesundheitsversorgung in entwickelten Industrienationen zunehmend in den Fokus von Qualitätsverbesserungs- und Wirtschaftlichkeitssteigerungsmaßnahmen rückt. Wie aber muss eine qualitative und wirtschaftliche Versorgung von Krankenhäusern mit Medikalprodukten gestaltet sein? Eine Langzeitstudie der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS hat sich mit dieser Fragestellung beschäftigt. Dr. Johannes Kriegel, Initiator der Studie, und Franziska Jehle von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe stellen die wesentlichen Optimierungspotenziale dar.

Sie haben Anregungen, Fragen oder benötigen Informationen?
Wir rufen Sie gerne an! Bitte nutzen Sie dafür unser
Callback-Formular.